Milben in Matratzen
Wie
entsteht allergener Hausstaub?
Die Hausstaub- bzw. Milben Allergie wird vorwiegend durch die im Hausstaub
und Matratzen lebenden Milben ausgelöst, wobei das eigentliche Allergen
aus dem Kot der Milben stammt. Die Milben sind ganz natürliche Mitbewohner
unserer häuslichen Umgebung und haben nichts mit zuwenig Sauberkeit
im Haushalt zu tun. Sie übertragen auch keinerlei Krankheiten und sind
schwierig zu vernichten. Die Milben sind 0,1 bis 0,5 mm groß und daher
mit bloßem Auge nicht zu sehen.
Höchste Allergenkonzentration in der Matratze
Eine Milbe produziert im Laufe ihres zwei bis vier Monate langen Lebens
etwa das 200-fache ihres Gewichtes an Exkrementen. Jeder kann sich vorstellen,
wieviel Milben Allergene dementsprechend in unseren Matratzen konzentriert
sind. Die Kotbällchen der Milben zerfallen nach deren Austrocknen in
kleinste Teilchen, die sich dann mit dem Hausstaub verbinden. Durch unsere
alltäglichen Bewegungen im Haushalt wird dieser allergenhaltige Staub
aufgewirbelt und mit der Atemluft eingeatmet. Besonders problematisch ist
dies während der Hausarbeit, etwa beim Staubsaugen oder Betten machen.
In Bettdecken, Matratzen, Polstermöbeln und Teppichen sind die Milben
besonders hoch konzentriert zu finden. Milben finden dort Nahrung über
unsere Hautschuppen, genügend Wärme und Feuchtigkeit. Besonders
in Matratzen finden Milben ein ideales Lebensumfeld.
Die
Symptome einer Milben- und Hausstauballergie
Vorwiegend kommt es bei allergieanfälligen Mensch zu Atemwegserkrankungen, aber auch Augenjucken, Dauerschnupfen, Niesanfälle sind bekannte Begleiterscheinungen einer Allergie. In schwerwiegenden Fällen tritt Husten, Atemnot und ein allergisches Asthma bronchiale auf. Treten diese heuschnupfenähnlichen Symptome das gesamte Jahr über auf, besonders Nachts und am frühen Morgen, könnte dies ein Verdacht auf eine Hausstaub- oder Milben Allergie sein.
Milben
- was sind das eigentlich für Tiere?
Die Milben zählen zur Gruppe der Spinnentiere und ernähren sich hauptsächlich von menschlichen und tierischen Hautschuppen, aber auch von Schimmelpilzen. Täglich verliert der Mensch etwa ein bis zwei Gramm Hautschuppen, genug davon um etwa 1,5 Millionen Milben täglich zu ernähren.
Neben der Nahrung benötigen die Milben zur Vermehrung und Allergenproduktion vor allem Feuchtigkeit und eine Temperatur um 25°. Den optimalen Lebensraum für Milben stellen unsere Matratzen dar. Die Milben vermehren sich verstärkt in den Monaten Mai bis Oktober. Mit Beginn der Heizperiode sterben viele der Milben in den Matratzen ab. Doch jetzt ist die Menge an Milben Exkrementen und Kot in Matratzen am größten und gesundheitliche Beschwerden nehmen dann stark zu.
Milben
in Matratzen vernichten - Ist das möglich?
Klinische Tests ergaben, das Hausstaubmilben nicht auf Dauer abgetötet werden können. Ca. 2.000.000 Hausstaubmilben sind ständig in unserer Bettwäsche und Matratzen präsent. Die Konzentration der Hausstaubmilben kann nicht alleine durch Sauberkeit, gründlicher und sorgsamer Reinigung reduziert werden.
Der hautpsächliche Lebensraum der Milben bilden unsere Matratzen. Weitere Lebensräume bieten sich in textilen Polstermöbeln, Teppichen und Teppichböden. Grundsätzlich ist es nicht möglich, Milben in Matratzen in Ihrer Existenz zu vernichten. Es stehen jedoch verschiedene Möglichkeiten zur Wahl, Milbenwachstum und Allergenproduktion in Innenräumen zu vermindern. Die wichtigste Maßnahme ist, die Matratzen des Bettes mit einem milbendichten Schutzbezug (Encasing) zu umhüllen. Damit wird den Milben ihr Hauptlebensraum abgesperrt und verhindert, dass das Milbenallergen durchdringen kann. Die Nahrungsgrundlage, unsere Hautschuppen, wird den Milben damit auch entzogen. Weitere Möglichkeit ist Verwendung von biologischem Milbenspray für textile Oberflächen und Möbel. Damit kann man die Milben zwar auch nicht vernichten, aber für einen Zeitraum von 3-6 Monaten deaktivieren. Spezielle Luftreiniger mit Hepa Filter filtern hilfreich Hausstaub und Milben aus unserer Raumluft. Luftreiniger mit Inverterlampen dagegen vernichten Milben und Schimmelsporen gänzlich.
Milben: Tipps bei Hausstauballergie
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